Vortrag vom 18. 10. 03 auf dem 4. deutschen Wirbelsäulen-Kongerß der Dorn-Methode
Bevor ich auf einzelne Krankheitsbilder der Kinderheilkunde zu sprechen
komme, muß man zunächst die Frage nach den Mechanismen stellen, die zu
Kinderkrankheiten oder zu Krankheiten überhaupt führen.
Im Laufe der Jahre und der täglichen praktischen Beschäftigung mit der SMT® in
meiner Praxis und der Verbesserung und Effizienzsteigerung der
Kreuzbeinbehandlung mittels der neuen Ellenbogendruckmethode am Steiß, konnte
ich feststellen, daß sich skoliotisch oder kyphotisch verformte Wirbelsäulen
nach einer Korrektur des Kreuzbeins aufrichten und die pathologischen Befunde
verschwinden. Dabei ist das Alter der Patienten zweitrangig.
Vor einigen Tagen war ein 83-jähriger Patient wegen Kreuzschmerzen und
Ischiasbeschwerden in meiner Behandlung. Seine Frau konnte beobachten, wie sich
die Wirbelsäule nach der Korrektur von Hüft- und Kreuzbeinschäden aufrichtete
und nahezu gerade wurde. Die Aufrichtung und das Gerade-Werden der Wirbelsäule
nach Korrektur von Hüft- und Kreuzbeinsubluxation ist keine Ausnahme, sondern
die Regel. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern führt das dazu, dass eine
manuelle Behandlung der Wirbelsäule kaum noch notwendig ist. Sollten nach der
Therapie von Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen noch minimale Befunde zu finden
sein, reicht eine mehrmalige leichte Massage, um den Befund zu beheben.
Lediglich das Ausmaß der Skoliosen schränkt die spontane Aufrichtung ein, was
bedeutet, daß bei schwersten Wirbelsäulenverformungen zwar eine Besserung der
Befunde stattfindet, eine vollständige Aufrichtung aber eines längeren
Therapiezeitraumes bedarf.
Bei der Interpretation dieses Phänomens kam mir der Gedanke, daß, und nun lachen
Sie bitte nicht, die Erklärung schon in der Bibel zu finden ist.
Sie alle kennen wahrscheinlich die Geschichte aus der Genesis von Adam und Eva
und dem Baum der Erkenntnis. Adam und Eva durften alle Gaben des Paradieses
genießen und benutzen, nur vom Baum der Erkenntnis, übrigens ein Apfelbaum, war
es ihnen von Gott verboten, eine Frucht zu pflücken und zu essen. Sie taten es
dennoch und wurden von Gott aus dem Paradies vertrieben, mußten hinfort für ihr
Brot schwer arbeiten und die Frauen gebaren ihre Kinder ab sofort unter
Schmerzen. Mit diesem Gleichnis wird uns Menschen eine Grundwahrheit unseres
menschlichen Seins erzählt.
Haben Sie schon einmal beobachtet, wie Hund und Katze sich nach dem Schlaf
strecken? Warum tun das die Tiere? Ganz einfach, sie drücken sich durch das
Absenken der Gesäß- und durch Anheben der Schulterregion das Kreuzbein wieder
ins Gelenk zurück, welches auch bei Tieren gerne, bei einer Zunahme der
Muskelspannung, z.B. unter Kälteeinwirkung, subluxiert. Das Einrollen von Hund
und Katze im Schlaf soll verhindern, daß das Kreuzbein in der Ruhephase stärker
subluxiert. Bei Kühen und Pferden, sie strecken sich nicht wie Hund und Katze,
wird eine Kreuzbeinsubluxation spontan durch die Art des Aufstehens aus der
Liegeposition dadurch korrigiert, daß diese Tiere sich zuerst mit den
Vorderläufen hochstemmen und dann erst hinten hochkommen, um sich nun hinten auf
die Beine zu stellen.
Wenn ein Tier ein Junges gebiert, entsteht bei der Geburt wie beim Menschen eine
Kreuzbeinsubluxation, nur daß das Muttertier diesen Befund beim Aufstehen
spontan wieder behebt. Beim Menschen ist dieses auf Grund seiner Aufrichtung
nicht mehr möglich. Im fehlt beim Strecken das Widerlager im Schulterbereich, um
das Kreuzbein zu repositionieren.
Die Geschichte von Adam und Eva will uns sagen, daß der Sündenfall nicht das
Essen des Apfels der Erkenntnis, sondern dessen Erreichen war. Denn um den Apfel
pflücken zu können, mußte sich der Mensch auf zwei Beine erheben und die Hände
zum Pflücken benutzen. Daher ist der eigentliche Sündenfall die Aufrichtung aus
dem Vier- in den Zweifüßlergang. Die Strafe für uns Menschen ist, im Gegensatz
zu den Tieren, eine Instabilität in den Kreuzbeinbeckengelenken mit deren
erhöhten Subluxationsneigung, die für ihn spontan nicht zu beseitigen ist.
Was passiert dadurch, daß ein Kreuzbein subluxiert? Es verkippt mit seinem
oberen Anteil zum Bauch hin, so daß in der Regel ein Hohlkreuz entsteht, dabei
bewegt sich sein unterer gelenkfreier Anteil nach hinten und oben. Nun verspannt
sich im Gesäß die tiefe Gesäßmuskulatur. Die Folge ist nicht nur ein Zug auf die
Hüftköpfe und eine Einklemmung der Ischiasnerven, sondern die Verspannung
überträgt sich auf die gesamte Beckenmuskulatur, um nun zentrifugal in den
Körper auszustrahlen.
Dabei verspannt und verkürzt sich unter anderem auch die Rückenmuskulatur. Die
Rückenmuskulatur hat aber eine Aufgabe. Sie erzeugt die Kraft, welche uns
Menschen aufrichtet. Das bewerkstelligt sie mittels einer Zugkraft. Nun
definiert sich eine Zugkraft durch die physikalische Formel Kraft mal Weg oder
im Falle einer Aufrichtung Kraft mal Höhe. Das bedeutet, daß die Zugkraft am
oberen Ende der Wirbelsäule am stärksten ist und den Menschen am Kopf praktisch
hinten hoch- und zurückzieht, also aufrichtet.
Die Behauptung der Schulmedizin, die Rückenmuskulatur hielte den Menschen
aufrecht, ist aus anatomischer und physikalischer Sicht barer Unsinn. Aufrecht
hält uns die knöcherne Wirbelsäule. Das geschieht in Form einer
Druckkraftableitung nach unten auf das Kreuzbein zu. Die senkrechte Stellung der
Wirbelgelenke an Brust- und Lendenwirbelsäule, die sich praktisch gegenseitig
stützen, sorgt dafür, daß die nach unten gerichtete Druckkraft nicht zu einer
Seitverbiegung führen kann. Die Druckkraft ist im unteren Bereich der
Wirbelsäule am größten, die Zugkraft der Rückenmuskulatur dahingegen im oberen
Bereich der Wirbelsäule. Physiologische, d.h. normale Zug- und
Druckverhältnisse, bereiten uns Menschen keine Probleme.
Erhöht sich auf Grund einer verspannten Rückenmuskulatur, als Folge eines
Kreuzbeinschadens, die Zugkraft der Rückenmuskulatur, geschehen zwei Dinge:Erstens erhöht sich sofort die Druckbelastung der unteren Wirbelsäule und die verspannte und verkürzte Rückenmuskulatur fängt an, an der nun längerenknöchernen Wirbelsäule zu ziehen. Diese muß den Längenausgleich schaffen. Sie kann sich aber nicht zusammenziehen, sondern nur schief werden.
D.h. Skoliose, Kyphose und Hyperlordose sind eine direkte anatomische und physikalische Folge einer Kreuzbeinsubluxation.
Wann subluxiert beim Menschen das Kreuzbein? Bei schwerer körperlicher Anstrengung, bei psychischer Belastung, bei Kälteeinwirkung besonders auf den Rücken- und Beckenbereich und bei Frauen bei jeder Entbindung eines Kindes. Über die geburtstraumatische Kreuzbeinsubluxation beim Kind spreche ich gleich.Ein
weiterer Grund sind Drehbewegungen im Becken, wenn man zugleich fest auf beiden
Beinen steht oder auf beiden Gesäßbacken sitzt. Es gibt auf der Welt meines
Wissens nur eine Gymnastik, die das beachtet und richtig macht, das ist das Tai
Chi. Beim Tai Chi wird immer nur ein Bein belastet und das andere entlastet,
wodurch das Risiko einer Kreuzbeinsubluxation vermieden wird.Aber auch ein
Beckenschiefstand destabilisiert die Kreuzbeinbeckengelenk.
Die wichtigste Ursache eines Beckenschiefstandes ist aber eine Hüftsubluxation
mit einer daraus resultierenden Beinverlängerung. Eine Hüftsubluaxtion entsteht
dadurch, dass der Hüftkopf durch ein falsches Bewegungsmuster des Menschen, ein
kleines Stück zur Seite aus dem Hüftgelenk herausgehebelt wird. Die eigentliche
Katastrophe ist die, dass eine subluxierte Hüfte den Weg ins Gelenk spontan
nicht mehr zurückfindet und die Beinverlängerung für immer bestehen bleibt.
Die Schulmedizin behauptet in der Bewegungsphysiologie, eine gesunde Hüfte müsse
in allen Ebenen frei beweglich sein. Das ist falsch. Folgende Bewegungsmuster
sind dem Menschen von der Natur verboten: Das Kreuzen oder Übereinanderschalgen
der Beine ist eine der Ursachen, warum eine Hüfte subluxiert. Ich sehe heute
immer öfter, dass schon Kinder und Jugendliche im Stehen ein Bein über das
andere kreuzen, oder dass besonders Mädchen im sogenannten „Cat-walk =
Katzengang“, wie die Mannequins auf dem Laufsteg, die Beine im Gehen
überkreuzen. Selbstverständlich kreuzen auch Katzen beim Anschleichen
oder Schlendern die Beine. Sie machen dieses aber nur mit den Vorderbeinen,
welche beim Menschen den Armen entspricht, und nie mit den Hinterbeinen. Die
Arme kann man kreuzen, das macht keine Schäden, aber die Beine dürfen einfach
nicht gekreuzt werden. Basta. Die Verkleinerung des Winkels zwischen Oberschenkel und Oberkörper beim Heben des Beins und beim Bücken lässt die Hüfte zuverlässig subluxieren. Das bedeutet Stretchen und Dehnen, aber auch das
Gerade-über-den-Oberschenkel-nach-unten-Beugen, ohne dabei das Knie zur Seite zu
verlagern, ist für den Menschen verboten. Auch das Ziehen an den Beinen wie
beim manual-therapeutischen Oszillieren zieht eine sofortige Hüftsubluxation
nach sich. Subluxationen von Knie- und Sprunggelenk können auch zu einer
Beinlängendifferenz beitragen. Die Ursache von Knie- und
Sprunggelenksubluxationen sind ebenfalls ein zu starkes Beugen, also die
Verkleinerung des Winkels unter 90 Grad und ein Zug am Gelenk, sprich den
Beinen. Näheres können sie in meinem Grundlagen-Lehrbuch der SMT® „Wunder dauern
etwas länger“ nachlesen
Warum habe ich so ausführlich über die Schäden an der Wirbelsäule und den
Gelenken gesprochen? Die Antwort mag etwas blöd klingen, weil sie so
selbstverständlich scheint.
Nur gesunde Eltern können ein gesundes Kind zeugen
und nur eine gesunde Frau kann ein gesundes Kind gebären.
Damit geht die Kinderheilkunde schon vor Beginn der Zeugung und im Besonderen
mit der geburtshilflichen Frauenheilkunde los, denn Föten können schon in der
Gebärmutter oder zumindest während der Geburt Schaden nehmen, der zu
Missbildungen und in ihrem späteren Leben zu Kinderkrankheiten führen.
Aus den bisher geschilderten Zusammenhängen kann man zwangsläufig schließen, daß
alle Menschen, auch alle Frauen, schon vor der ersten Schwangerschaft und
Entbindung an einer Kreuzbeinsubluxation leiden. Diese Schäden haben auf das
Schwangerwerden, die Entwicklung des Embryos und Föten, aber auch auf die
Geburt, für Mutter und Kind entscheidende störende und krankmachende Einflüsse.
Um welche Einflüsse handelt es sich dabei? Es handelt es sich um
Nervenirritationen, die im Rahmen von Wirbelblockierungen, Skoliosen und
Kyphosen entstehen und über das vegetative Nervensystem, über den
segmental gegliederten Spinalnerv via Ramus communicans (via Grenzstrang und
Nervi splanchnici zu den Organen) zu Funktionsstörungen und Erkrankungen von
inneren Organen führen, z.B. auch der Gebärmutter und der Plazenta. Aber auch
die Irritation der Gefäßnervenstränge, die mit dem schulmedizinisch bekannten
perivaskulären Gefecht (ein Blutgefäß begleitendes und dieses ummantelndes
Nervenfasergeflecht des willentlich kaum beeinflußbaren vegetativen Sympathikus,
als periphere Fortsetzung des ebenfalls segmental gegliederten Grenzstranges)
gleichzusetzen sind und in der chinesischen Medizin seit 3000 Jahren als
Meridiane bezeichnet werden, können nicht nur Schmerzen auslösen, sondern haben
einen Einfluß auf die Organfunktionen, z.B. auch auf die Gebärmutter und der
Plazenta.
Auch direkte Einflüsse durch die zunehmende Verspannung der Beckenmuskulatur,
die zu einer mangelhaften Dehnungsfähigkeit des Geburtskanals führen, sind für
Probleme während der Geburt bei Mutter und Kind verantwortlich.
Nun möchte ich einzelne Erkrankungen aus Sicht der SMT® erläutern
Meine Damen und Herren, ich kann im Rahmen dieses zeitlich befristeten Vortrages
nicht alle Aspekte abhandeln. Ich möchte einige Krankheitsbilder herauspicken
und diese stellvertretend für viele ähnlich gelagerte aus Sicht der SMT®
erklären.
Viele Frauen haben keinen Eisprung und so werden auch keine befruchtungsfähigen
Eizellen bereitgestellt. Viele Männer haben, bitte verzeihen Sie mir den etwas
saloppen Ausdruck, schlappe oder zu wenige zeugungsfähige Spermien. Diese
Zeugungshindernisse und die hormonellen Störungen, auch als Fertilitässtörungen
bezeichnet, die dahinter verborgen sind, hängen ebenso wie die Störung in der
Genverteilung während der Meiose, der geschlechtlichen Zellteilung, die erst die
Bereitstellung von Eizellen und Spermien möglich macht, mit Gelenk- und
Wirbelsäulenschäden zusammen.
Natürlich in erster Linie Hüft- und Kreuzbeinsubluxation, denn sie bestimmen
über die Muskelverspannung das Ausmaß von Blockierungen, Skoliosen und Kyphosen
der Wirbelsäule und damit auch das Ausmaß der Spinalnerveneinklemmung.
Die Eierstock- und Hodenfunktion mit ihren vielfältigen hormonellen Einflüssen
wird vom Segment des 12. Brustwirbels, dem Kreislauf- Eierstock- und
Hodenwirbel, gesteuert. Der 12. Brustwirbe
steht funktionell in direkter Verbindung zum 2. Brust-, dem Herzwirbel in
Verbindung. Beide bilden mit dem 2. Hals-, dem Zungenwirbel, als
Körperöffnungswirbel, einen gemeinsamen Funktionskreis. Zum Herzsegment gehört
aber auch der Meridian Kreislauf-Sexus. Das Herz gilt in der chinesischen
Medizin als Organ der Freude. Das bedeutet aber auch, daß Freudlosigkeit und
Streß ein absolutes Hindernis für eine normale Fertilität darstellen.
Der 2. Halswirbel ist aber auch der Augenwirbel, der als Körperöffnungswirbel
zum Funktionskreis Gallenblase (Th4 SMT®)/ Leber (Th5 SMT®)/ Augen und Zunge
(C2) gilt. Die Galle ist das Organ des Neides und des Zorns und Schäden an
diesen Wirbeln wirken sich daher ebenfalls negativ auf die Fertilität und
Genverteilung in der Meiose aus.
Schäden in der Genverteilung während der Meiose machen sich in Missbildungen und
genetischen Aberrationen bemerkbar. Bei genetischen Aberrationen handelt es sich
um Störungen in der Genverteilung befruchtungsfähiger Zellen bei Mann und Frau,
die zu genetischen Erkrankungen und zu Missbildungen führen.
Störungen in der Bereitstellung zeugungsfähiger Eizellen und Spermien führen
z.B. zum Down-Syndrom, das auch Mongoloismus oder Trisomie 21 genannt wird.
Auch beim Down-Syndrom werden Sie mich fragen und ich frage dagegen, warum nimmt
die Häufigkeit, ein mongoloides Kind zu zeugen, mit dem Alter von Mutter und
Vater zu? Ganz einfach, weil mit zunehmendem Alter beider Gelenk- und
Wirbelsäulenschäden generell auch zunehmen. Dadurch steigt das Risiko von
Meiosefehlern, beim Austausch von Genmaterial, und damit das Risiko von
genetischen Aberrationen drastisch an.
Nehmen wir nun einmal an, bis zum Zeitpunkt der Befruchtung hat es keine
Probleme gegeben und ein normales und gesundes Kind wurde von den Eltern
gezeugt. Es ist aber leider eine Tatsache dass, durch Gelenk- und
Wirbelsäulenschäden der Mutter, der Embryo oder der spätere Fötus schon
intrauterin, also in der Gebärmutter, geschädigt werden kann.
Meine Damen und Herrn, es gab in der ehemaligen DDR und dort an der Leipziger
Karl-Marx-Universität, die heute Gott-sei-Dank wieder Humboldt-Universität
heißt, einen Professor für Orthopädie namens Matzen, der in den 50-igern an
totgeborenen Föten die Becken freipräparierte und feststellte, dass bei allen
eine schwere Verformung des Beckengürtels zu finden war. Er nannte den Befund
Beckenverdrehung und bezeichnete diesen als Ursache von Skoliosen, die er
mittels eines Handgriffs an der Rückenform und der Form der Michaelischen Raute
demonstrieren und zeigen konnte.
Bei der Beckenverdrehung nach Matzen handelt es sich um schwerste
Kreuzbeinsubluxationen im Sinne der SMT®. Föten mit schwersten intrauterinen
Kreuzbeinsubluxationen sind nicht lebensfähig und sterben ab, solche mit
leichteren Kreuzbeinsubluxationen erleiden schon intrauterin Gelenk- und
Wirbelsäulenschäden, die zu Mißbildungen führen können.
Nun hängt es vom Ausmaß einer intrauterinen Hüft- und Kreuzbeinsubluxation ab,
ob ein Fötus abstirbt oder lediglich eine mehr oder weniger starke, aber nicht
tödliche Verformung seines Becken und der Wirbelsäule erfährt.
Die Ursache für intrauterine Schädigungen des Skelettsystems eines Föten ist
grundsätzlich eine mangelhafte Dehnungsfähigkeit der Gebärmutter der Schwangeren.
Wie kommt eine mangelhafte Dehnungsfähigkeit der Gebärmutter einer Schwangeren
nun zustande? Natürlich durch deren Gelenk- und Wirbelsäulenschäden. Um welche
Schäden handelt es sich dabei? Hier sind, wie gesagt, die wichtigsten eine Hüft-
und Kreuzbeinsubluxation.
Hinzu kommen zwei Wirbelschäden, nämlich des 3. Lenden-, des Blasen-/ Gebärmutterwirbels (L3 SMT®) und des 6. Brust-, des Magen-(Muskulatur-/Übelkeits-)wirbels (Th6 SMT®), denn bei der Gebärmutter handelt es sich um ein reines Muskelorgan.
Die Blase gehört zum Funktionskreis Blase (L3 SMT®)/ Nieren (Th10 SMT® und Th11
SMT®)/ Ohren und Zähne (C3). Der Magen gehört zum Funktionskreis Magen (Th6
SMT®)/ Milz-Pankreas (Th8 SMT® und Th7 SMT®) Mund und Nase (C4). Da der 4
Halswirbel aber auch der Körperöffnungswirbel zum Funktionskreis Lunge/
(Th3 SMT®)/ Dickdarm (L1 SMT®)/ Nase und Mund (C4) ist, haben auch Schäden an
diesen Wirbeln und Segmenten, aber besonders das Rauchen einen negativen
Einfluss auf die Dehnungsfähigkeit der Gebärmutter. Da der Gefäßnervenstrang
oder Meridian der Blase über das Kreuzbeingelenk zieht, verschlimmern dessen
Subluxationen den geschilderten Prozess.
Für eine Schwangerschaft bedeutet das, dass nicht nur bei Schäden an den
genannten Wirbeln die Schwangere häufig unter einem mehr oder weniger starken
Schwangerschaftserbrechen leidet, denn zu Anfang wird auf Grund der stärksten
Größenzunahme des Embryos die größte Anforderung auf die Dehnungsfähigkeit der
Gebärmutter gestellt. Der Embryo und spätere Fötus erleidet dadurch einen
Platzmangel, er wird eingequetscht.
Fällt die Einengung der Frucht entsprechend stark aus, so dass eine, wie Matzen
es bezeichnet, extreme Beckenverdrehung, sprich Kreuzbeinsubluxation, entsteht,
stirbt diese ab. Wird der Embryo weniger stark eingeengt, erleidet er auch eine
Hüft- und Kreuzbeinsubluxation und reagiert damit schon intrauterin mit einer
Verformung der Wirbelsäule, meist in Form einer Skoliose. Ebenso kann eine
Gibbus-, sprich Buckelbildung vorkommen. Aber auch die intrauterinen Fehllagen
der Föten hängen mit der mangelhaften Dehnungsfähigkeit der Gebärmutter
zusammen.
Durch die Wirbelsäulenverformungen werden Spinalnerven und Meridiane gestört,
wodurch die Organentwicklung nicht regelrecht abläuft, so dass Missbildungen und
angeborene Erkrankungen entstehen können.
Nehmen wir einmal an, bisher ist bei Zeugung und intrauterinem Wachstum alles
normal verlaufen. Dennoch bestehen noch erhebliche Gefahren für das Kind, aber
auch für die Mutter durch den Geburtsvorgang.
Alle Frauen haben eine Kreuzbeinsubluxation, die sie schon bei Ihrer eigenen
Geburt durch ihre Mutter übertragen bekamen. Diese Kreuzbeinsubluxationen nehmen
im Allgemeinen bis zum gebärfähigen Alter zu. Dadurch verspannt sich die
Beckenmuskulatur. Nun kann die hormonelle Auflockerung des den Geburtskanal
umgebenden Gewebes nicht richtig zum Tragen kommen, so dass der Geburtskanal
nicht ausreichend dehnungsfähig ist. Dabei können drei Situationen entstehen:
Der kindliche Kopf kann in den Geburtskanal nicht eindringen. Die Wehen und die
dadurch einsetzende Kontraktion der Gebärmutter quetschen das Kind langsam zu
Tode. Die Nabelschnur zieht sich an den Ort zurück, den die Gebärmutter nicht so
schnell zusammendrücken kann. Sie legt sich um den Hals des Kindes. Ein
Kaiserschnitt wird notwendig. Steckt das Kind schon im Geburtskanal, kann man es
üblicherweise mit einem Kaiserschnitt nicht mehr retten, sondern man muss mit
Zange und Saugglocke das Kind herauslösen. Das Kind schafft es doch, den
Geburtkanal ohne Hilfe zu durchdringen. Das sind die Kinder der Gebärenden, die
erhebliche Entbindungszeiten von bis zu 24 Stunden haben. Wird das Kind nicht
durch Kaiserschnitt geboren, sondern muss wie auch immer den Geburtkanal
passieren, werden dem Neugeborenen schon Hüfte und Kreuzbein durch die
verspannte Geburtskanalmuskulatur herausgedrückt, sprich sie subluxieren.
Durch die geburtstraumatische Verlagerung im Sinne einer SMT®-schen Subluxation
des Hüftkopfes verlieren dessen Wachstumszonen und die der Hüftgelenkpfanne den
für ihre Ausdifferenzierung notwendigen engen Druckkontakt und eine
Hüftdysplasie entsteht. Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich also um die
Folgeerkrankung einer SMT®-schen Hüft- und Kreuzbeinsubluxation.
Da im Rahmen von intrauterin oder geburtstraumatisch entstandenen
Hüftdysplasien, wie schon besprochen, grundsätzlich auch eine
Kreuzbeinsubluxation vorliegt, kommt es schon bei Neugeborenen und Säuglingen zu
einer Skoliosenentwicklung wodurch die seitlich aus dem Rückenmark austretenden
Spinalnerven geschädigt werden.
Dadurch können Wirbelsäulenschäden Hüftdysplasien zusätzlich verschlimmern. Das
kann durch Schäden der Wirbel geschehen, deren Meridiane über die Hüfte
hinwegziehen. Das sind mit ihren äußeren Meridianverläufen der Gallenblasen (Th4
SMT®)- und der Leber-Meridian (Th5 SMT®) sowie der Magen (Th6 SMT®) und der
Milz-Pankreas-Meridian (Th8 SMT® und Th7 SMT®). Mit ihren inneren
Meridianverläufen sind das der Dünndarm (Th12 SMT®)- und der Dickdarm-Meridian
(L1 SMT®) sowie der Dreifache Erwärmer (Th12 SMT®).
Wie leicht, durch zwei einfache Handgriffe, wären Hüftdysplasien mit der dadurch
notwendigen Spreizhosenversorgung oder gar operativer Behandlung vermeidbar!
Ursache von Organerkrankungen sind immer Störungen in der Informationsübertragung zwischen Organ und übergeordnetem Steuerorgan. Das
bedeutet, dass das Gehirn zunächst einmal eine Information über den organischen
Istzustand bekommen muß, bevor es situationsabhängige Steuerimpulse an das Organ
senden kann.
Wird dieser Informationsaustausch durch Nerveneinklemmungen und –irritationen
verfälscht, kommt es zu organischen Funktionsstörungen, die wiederum die Basis
für Krankheiten bilden.
So kann es zum Beispiel zu einem Diabetes mellitus kommen, den ich nun als
generelles Beispiel für alle organischen Funktionsstörungen und Krankheiten,
solange es sich nicht um genetisch bedingte Leiden handelt, besprechen
möchte.
Auch für das Entstehen eines Diabetes mellitus sind Hüft- und
Kreuzbeinsubluxation die Basis, auf der es zu Wirbelsäulenschäden kommt, die nun
zu Funktionsstörungen, im Falle des Typ I Diabetes zur Zerstörung der
insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, führen.
Ich möchte hier nicht auf die einzelnen Formen des Diabetes mellitus Typ I A
(autoimmun) und I B (infektiös) oder des Diabetes mellitus Typ II eingehen.
Diese Aspekte können Sie in meinem neuen Buch über Kinderheilkunde „SMT® - Der
Schlüssel zur Gesundheit“ nachlesen. Besprechen möchte ich lediglich die
wichtigsten Wirbelsäulenschäden, die zu einem Diabetes mellitus, aber auch zu
anderen Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse führen.
Der 7. Brustwirbel gehört zum Bauchspeicheldrüsensegment (Th7 SMT®). Die
Bauchspeicheldrüse ist Teil des Funktionskreises Magen (Th6 SMT®)/ Milz-Pankreas
(Th8 SMT® und Th7 SMT®)/ Mund und Nase (C4). Der 4. Halswirbel ist aber auch der
Nasenwirbel. Die Nase ist die Körperöffnung zum Funktionskreis Lunge (Th3 SMT®)/
Dickdarm (L1 SMT®)/ Nase und Mund (C4). Schäden an allen diesen Wirbeln,
Segmenten und Meridianen haben einen Einfluss auf Funktionsstörungen und
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. In diesem Rahmen muss man abermals
erwähnen, dass das Rauchen, über die Verbindung von Lunge- zu Pankreasmeridian in den gekoppelten Funktionskreisen, zu einer verstärkten Instabilität im
Pankreassegment führt und damit das Risiko, an einem Diabetes mellitus zu
erkranken, drastisch erhöht.
Lassen Sie mich zum Diabetes Typ I zwei Beispiele erzählen. Vor einigen Jahren
kam eine Mutter - ich hatte meine Kassenzulassung schon zurückgegeben - mit ihrem damals 10-jährigen Sohn in meine Sprechstunde und erzählte, dass dieser seit einem ¼ Jahr einen Diabetes mellitus Typ I habe. Nun wolle sie fragen, ob ich mit der SMT® da etwas machen könne. Ich war früher der Hausarzt der Familie und habe immer die Säuglings- und Kindervorsorgen bei dem Buben gemacht und kann
Ihnen versichern, dass der Junge, solange ich ihn behandelte, keinen Zucker
hatte.
Auf meine Frage, ob der Bub vor dem Ausbruch des Zuckers einen Unfall hatte,
erzählte die Mutter, dass der Jungen 4 Wochen vor Ausbruch der Krankheit
rückwärts von einer Erhöhung auf den Rücken gefallen sei.
Nun musste ich die Frau enttäuschen, denn beim Typ I Diabetes kommt alle Hilfe
zu spät. Die Lagerhansschen Zellen sind größtenteils zerstört und die
Insulinproduktion kommt vollständig oder in vielen Fällen fast gänzlich zum
Erliegen.
Ich konnte dem Buben aber soweit helfen, dass sich seine scheinbar unmotivierten
Zuckerschwankungen besserten und er deutlich geringere Insulindosen benötigte.
Einen ähnlichen Fall habe ich vor einigen Wochen bei einem Erwachsenen erlebt.
Der Patient war im Juli einmal in meiner Behandlung, nachdem er sich verhoben
und sich eine schwere Wirbelsäulenverzerrung in der Brustwirbelsäule zugezogen
hatte. Nach der 1. Behandlung ist der Patient, nach seinem Urlaub, erst im
Oktober wieder zu mir gekommen und erzählte mir, dass er einen Diabetes
entwickelt habe. Er sei bei einer homöopathischen Ärztin in Behandlung, der es
mittels der Homöopathie gelungen sei, die Zuckerwerten von 500 auf 300 mg% (!!!)zu senken. Ich habe den Patienten sofort ins Krankenhaus überwiesen, wo sein
Diabetes nach allen Regeln der Kunst eingestellt wurde.
Auch in diesem Fall war der traumatische Gelenk- (das Kreuzbein wird bei jedem
Unfall oder Trauma immer mitgeschädigt) und Wirbelsäulenschaden die Ursache,
dass sich ein Diabetes Typ I entwickeln konnte.