Um es vorwegzunehmen, die SMT® beruht in ihren Grundzügen auf der Dornschen Wirbelsäulentherapie. Diese Behandlungsart wurde von mir weiterentwickelt und in Theorie und Praxis auf naturwissenschaftliche Beine gestellt, sodass sie auch
für einen Mediziner verständlich und akzeptabel, vor allem aber praktikabler und
effizienter wurde.
In der Ausgabe von CO´MED. Nr. 12, 2002 habe ich in einem Beitrag die Grundzüge
der SMT® dargestellt. Da ich mich hier nicht wiederholen möchte, werde ich mich
in diesem Beitrag speziell mit der Entstehung von Schmerzen und Krankheiten
beschäftigen.
Worin besteht das eigentliche Grundprinzip der Schmerz- und Krankheits-entstehung? Wenn man es auf einen kurzen Nenner bringen will, kann man
sagen, dass:
die Entstehung von Schmerz und Krankheit eine Störung im wechselseitigen Informationsaustausch zwischen Peripherie und zentralem Steuerorgan ist.
Im Zeitalter und mit dem Wissen der Informatik werden die Zusammenhänge leichter
verständlich. Man kann große Teile des Gehirns, die nach schulmedizinischer
Lehrmeinung brachliegen, mit einer riesigen Festplatte eines Computers
vergleichen. In diesen Speichern werden nicht nur alle Erinnerungen, sondern
auch alle genetisch relevanten Informationen gespeichert, die der Mensch
braucht, um organisch reibungslos zu funktionieren. Auf der Basis dieses
genetisch für das betreffende Individuum zugeschnittenen Informationspools
werden die Steuerimpulse erzeugt, die über unser Nervensystem in die Peripherie
gelangen, um dort die Organe reibungslos funktionieren zu lassen. Das Gehirn
kann aber keine sinnvollen Steuerimpulse in die Peripherie aussenden, wenn es
nicht zuvor mittels seines Nervensystems über den peripheren Ist-Zustand
informiert wurde. Der ganze Prozess läuft in Form eines Regelkreises ab.
Die wechselseitige Kommunikation zwischen Peripherie und Gehirn findet über
unser Nervensystem statt. Die Informationsübertragung geschieht im Prinzip ganz
ähnlich wie in einem PC, und zwar in Form einzelner kleiner Informations-einheiten (Bits). Diese Informationseinheiten bestehen aus einzelnen
elektrischen Spannungsimpulsen, die auf einen Reiz hin, durch Elektrolyt-Verschiebungen innerhalb und außerhalb von Nervenzellen, entstehen.
Solche Spannungsimpulse, die normalerweise etwa 100 mV betragen, nennt man in
der Physiologie Aktionspotentiale. Der Informationsgehalt ist wahrscheinlich
zweifach kodiert und setzt sich aus der Frequenz der einzelnen Aktionspotentiale
und möglicherweise auch aus der Höhe des elektrischen Impulses zusammen. Das
bedeutet aber, dass:
ein Gehirn nur dann seine Steuerfunktion situationsgebunden regelrecht wahrnehmen kann, wenn es zuvor mittels des Nervensystems über den peripheren Ist-Zustand unterrichtet wurde.
Bekommt das Gehirn unrichtige Istwerte geliefert, erzeugt es folgerichtig falsche Steuerimpulse, die dafür sorgen, dass die Peripherie nicht das ausführen kann, was augenblicklich notwendig und richtig wäre.
Wie kommt es nun zu Störungen des wechselseitigen Informationsaustausches?
Die Antwort lautet: durch Nervenschädigungen, d.h. -einklemmungen. Wird ein Nerv
geschädigt, ändert sich seine Leitfähigkeit. Dieses hat wiederum eine Änderung
der Frequenz und möglicherweise auch der Aktionspotentiale zur Folge. Diese
Änderung ist nun mit einer Verfälschung des ursprünglichen Informtionsgehaltes
gleichzusetzen. Damit bekommt das Gehirn zunächst einen unrichtigen Istwert
geliefert, woraufhin es natürlich einen falschen Steuerimpuls erzeugt, der auf
seinem Weg in die Peripherie durch die Nervenschädigungen abermals verändert
wird.
Es kommt zu Funktionsstörungen.Diese Funktionsstörungen sind die Basis, auf der Schmerz-Syndrome und Krankheiten entstehen.
Wie kommt es nun zu einer Verfälschung der nervalen Informationsübertragung?
Die generelle Ursache ist eine teilweise Nervenschädigung und -irritation, die
meistenteils in Form von Nerveneinklemmungen auftritt. Dabei muss man zwei
Grundaspekte wissen: Wird ein Nerv völlig durchtrennt, entsteht eine schlaffe
Lähmung mit völliger Empfindungslosigkeit. Wird ein Nerv nur geschädigt und nicht völlig durchtrennt, kommt es zu einer Funktionsstörung der von diesem Nerv
versorgten Organe, wodurch lokale Entzündungen, Funktionsstörungen und Schmerzen
auftreten. Für die Muskeln, Sehnen und Bänder, die durch einen geschädigten Nerv
innerviert werden, bedeutet das, dass sich diese Strukturen verspannen. Werden
die ursächlichen Schäden, die zu einer Nervenirritation führen, nicht behoben,
entwickelt sich diese Spannung im Laufe der Zeit über eine Kontraktion bis hin
zu einer Spastik.
Dieser muskuläre Spannungsaufbau ist ein generelles Problem aller Menschen, aber
auch, in einem deutlich geringeren Maße, der Tiere. Für diesen Spannungsaufbau
gibt es drei Gründe: Der menschliche Alterungsprozess. Das bedeutet, dass die
Muskelspannung alterungsbedingt im Laufe des Lebens immer größer wird. Dieser
Vorgang ist für den Menschen bis dato kaum beeinflussbar. Die Körperspannung,
welche durch belastende psychische Vorgänge erzeugt wird, ist für uns Menschen nur schwer beherrschbar. Der Satz „Don´t worry be happy“ funktioniert leider nicht immer. Die 3. Art der Muskelspannung, die aber von Mensch und Tier am leichtesten zu vermeiden oder abzubauen ist, ist die durch Gelenk- und Wirbelsäulenschäden bedingte. Hierbei sind die wichtigsten Gelenkschäden die im Beitrag CO´MED 12/2002 ausführlich erläuterten Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen, auf die ich hier nicht nochmals näher eingehen möchte.
Auf Grund dieser Basisschäden entsteht ein von der Beckenregion ausgehender
muskulärer Spannungsaufbau, der sich auf die quergestreifte Muskulatur des
gesamten Organismus´ ausbreitet. Das bedeutet, dass es im Laufe jedes Lebens zu
einer generell-zunehmenden Muskelverspannung kommt, die, verbunden mit den
ursächlichen Gelenkschäden, zu Nerveneinklemmungen und –irritationen führt.
Einer der wichtigsten Aspekte dabei ist, dass sich die Rückenmuskulatur
verspannt und verkürzt. Daraufhin zieht die verkürzte Rückenmuskulatur an der
knöchernen Wirbelsäule, sodass diese nachgeben muss, um den Längenausgleich zu
schaffen und dieses nur leisten kann, indem sie sich skoliotisch, kyphotisch
oder lordotisch verändert. Bei Fehlhaltungen der Wirbelsäule handelt es sich
nicht um Haltungsschwächen, sondern um Folge von Hüft- und Kreuzbeinsub-luxationen.
Durch die Verformung der Wirbelsäule kommt es zu Nerveneinklemmungen der
seitlich aus der Wirbelsäule austretenden, segmental gegliederten
Rückenmarksnerven, woraus Nervenirritationen resultieren.
Diese Nervenirritationen übertragen sich, von den Rückenmarkssegmenten
ausgehend, über einen Ast der Rückenmarksnerven (Ramus communicans) auf das
autonome, vegetative, sympathische Nervensystem, das vor den Wirbelkörpern
gelegen ist und als Grenzstrang bezeichnet wird, der übrigens die gleiche
segmentale Gliederung aufweist wie das Rückenmark. Die vom Grenzstrang
ausgehenden Nerven, die zu den inneren Organen ziehen, heißen Nervi splanchnici.
Aber es existiert auch eine periphere Fortsetzung des Grenzstranges, die sich
als nervales Geflecht um die Blutgefäße darstellt und in der Medizin als
perivaskuläres Geflecht bezeichnet wird. Bei diesem perivaskulären Geflecht, das
man auch als Gefäßnervenstrang bezeichnet, handelt es sich um nichts anderes als
um die schon seit Jahrtausenden in der chinesischen Heilkunde bekannten
Meridiane.
Wie Sie in dem Beitrag, CO´MED 12/2002, nachlesen können, stehen diese
Meridiane nicht nur in Funktionskreisen untereinander, sondern auch zu
bestimmten Rückenmarkssegmenten und den zu diesen gekoppelten Strukturen in
Verbindung.
Dabei bilden ein Segment mit seinem rechten und linken Spinalnerv und dessen
Unterästen mit dem zum Segment gehörenden Wirbel mit Derma-, Myo- und
Sklerotomen und mit den gekoppelten inneren Organen eine Funktionseinheit. Diese
Interaktionen haben zur Folge:
dass bei Schädigung eines der genannten Teile alle anderen, die zum gleichen Segment gehören, über dieses ebenfalls eine Schädigung und damit eine Funktionsstörung erfahren, die sich in Schmerzen, Entzündungen und Krankheiten manifestiert.
Damit wird klar, dass nicht nur Schädigungen der Spinalnerven zu Schmerzen, Entzündungen und anderen Erkrankungen führen können, sondern auch Schädigungen des peripheren perivaskulären Geflechts, sprich der Meridiane. Diese Erkenntnis führt wiederum zu der Erkenntnis der Existenz eines Meridianschmerzes auf Grund meridian-ausgelöster Entzündungen und zu über die Nn. splanchnici hervorgerufenen Organerkrankungen.
Lassen Sie mich Ihnen diese scheinbar verwirrenden Zusammenhänge an Hand
einiger Beispiele erläutern:
Betrachten wir einmal einen Patienten mit einem therapieresistenten
Tennisellenbogen am lateralen (daumenseitigen) Ellenbogen (Epicondylitis
radialis). Die Schulmedizin sieht in einer Überbelastung die Ursache eines
Tennisellenbogens, in diesem Fall einer Epicondylitis radialis. Diese Anschauung
ist nicht ganz falsch, aber sie dringt im Kausalitätsablauf nicht bis zum
eigentlichen Ursprung der Erkrankung vor. Natürlich ist eine Überanstrengung
oder Überbelastung der aktuelle Auslöser der Beschwerden, aber nicht die
grundlegende Ursache. Diese ist in Gelenk- und Wirbelsäulenschäden zu suchen,
die zum Teil weit ab vom Schmerz- und Entzündungsgeschehen zu finden sind.
Primär sind das natürlich Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen, welche die Spannung
in der Rückenmuskulatur aufbauen, die zu Wirbelsäulenschäden führen, durch
welche wiederum die Spinalnerven, aber auch das perivaskuläre Geflecht
(=Meridian) geschädigt wird.
Dabei hat im oberen Bereich des Körpers, durch die geringere Gewichts- und
Druckbelastung, eine meridiane Störung auf den Schmerz- und Entzündungsort eine
viel größere Bedeutung als einen spinale. Im unteren Wirbelsäulen- und
Beinbereich beträgt, meiner Schätzung nach, das Verhältnis zwischen spinalen und
meridianen Ursachen von Schmerzsyndromen, Entzündungen und anderen Erkrankungen
etwa 50% zu 50%.
Für eine Epicondylitis radialis bedeutet das, dass diese nur abheilen kann und
auch nicht zu Rezidiven neigt, wenn Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen beseitigt
und die Wirbel korrigiert wurden, die zu dem Meridian gehören, der über den
Epicondylus radialis zieht. Dabei handelt es sich um den 3. Brust-, den
Lungenwirbel. Dieser steht in seinem Funktionskreis mit dem in der Nähe des
Epicondylus radialis verlaufenden 1. Lenden-, dem Dickdarmwirbel und zum 4.
Hals-, dem Nasen- und Mundwirbel, in Verbindung. Nach der Therapie mittels der
SMT® der genannten Gelenke und Wirbel ist ein Tennisellenbogen häufig
schlagartig besser und heilt in kürzester Zeit ab.
Ganz ähnlich sind die Zusammenhänge für Schulter-Arm-Beschwerden gelagert. Auch
hier spricht die Schulmedizin von Überanstrengungen und Verschleiß als Ursache
für die Erkrankungen. Dieses ist so nur halb richtig, denn auch hier finden sich
die eigentlichen Schäden für die Erkrankung weit ab vom eigentlichen
Beschwerdeort, in Form von den schon mehrmals erwähnten Gelenk- und
Wirbelsäulenschäden.
Klagt ein Patient über Schmerzen an der Schulter, muss man ihn zunächst fragen,
wo genau der Hauptschmerz sitzt. Die Lokalisation des größten Schmerzareals sagt
dem Therapeuten schon, welche Meridiane und deren Wirbel, neben den
grundsätzlich wichtigen Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen, für die Beschwerden
verantwortlich sind. Im Achselbereich läuft der Herz-Meridian, der zum 2.
Brustwirbel gehört. Dieser Meridian steht in Verbindung zum Dünndarm-Meridian
und zum Dreifachen-Erwärmer, die wiederum beide zum 12. Brustwirbel gehören. Bei
Schädigung des 12. Brustwirbels kommt es zu einer Schmerzausstrahlung in den
Schulterblatt- und Nackenbereich. Beide Wirbel, Segmente und Meridiane sind mit
dem 2. Hals-, dem Zungen- und Augenwirbel in einem Funktionskreis gekoppelt. Der
2. Hals-, der Zungenwirbel ist nicht nur der Körperöffnungswirbel zu Herz und
Dünndarm, sondern gleichzeitig der Augenwirbel. Die Augen sind die Körperöffnung
zum 4. Brust-, dem Gallenblasenwirbel und zum 5. Brust-, dem Leberwirbel. Somit
haben auch Schäden an den letztgenannten Wirbeln, Segmenten und Meridianen einen
Einfluss auf Nacken- und Schulterblattbeschwerden.
Bei einem Schmerzmaximum auf dem Schulterdach ist der Dickdarm-, der 1.
Lendenwirbel und, für solches im vorderen Schulterbereich, der Lungen-, der 3.
Brustwirbel, verantwortlich. Auch Lunge und Dickdarm bilden mit dem 4. Hals-,
dem Nasen- und Mundwirbel einen Funktionskreis. Der 4. Hals-, der Nasenwirbel
ist nicht nur der Körperöffnungswirbel zu Lunge und Dickdarm, sondern
gleichzeitig der Mundwirbel. Der Mund ist die Körperöffnung zum 6. Brust-, dem
Magenwirbel und zum 7. und 8. Brust-, dem Bauchspeicheldrüsen- und Milzwirbel.
Daher haben auch Schäden an den letztgenannten Wirbeln, Segmenten und Meridianen
einen Einfluss auf Beschwerden im Schulterdachbereich.
Zu guter Letzt möchte ich eine so komplexe Erkrankung wie die Multiple Sklerose
besprechen. Nun muss man zuvor einschränkend feststellen, dass für Spätschäden,
bei denen das Gehirn durch die andauernd wieder auftretenden Entzündungen massiv
beschädigt wurde, eine Heilung unmöglich ist. Erleichterungen sind zwar möglich,
aber nur mittels eines großen therapeutischen Aufwands. Eine Heilung ist
bei Früherkrankungen oder auch bei Patienten, die noch aktiv mitarbeiten können,
nur eine Frage der therapeutischen Anleitung, der Ausdauer und einer großen
Konsequenz.
Warum beginnt eine MS so häufig mit Augensymptomen? Diese Frage ist mittels der
SMT® und der Kenntnis der meridianen Zusammenhänge leicht und schnell
beantwortet.
Die chinesische Heilkunde weiß, dass die Funktionalität des Gehirns von der
Qualität der Funktion mehrerer Organe, deren Wirbeln, Segmenten und Meridianen
abhängt. Die zwei wichtigsten sind dabei der 2. Brust-, der Herz- und der 5.
Brust-, der Leberwirbel (der Leber-Meridian endet im Gehirn). Der 2. Brust-, der
Herzwirbel, ist zum 12. Brust-, dem Kreislaufwirbel gekoppelt und als
Körperöffnungswirbel fungiert der 2. Hals-, der Zungen- und Augenwirbel. Die
Augen sind die Körperöffnung zum 4. Brust-, dem Gallenblasen- und dem 5. Brust-,
dem Leberwirbel. Und siehe da: Hier haben wir die Begründung, warum eine MS sehr
häufig mit Augensymptomen beginnt.
Diese zwei Wirbel, Segmente und Meridiane (Herz und Leber) sind aber auch die
wichtigsten, die eine gute Gehirnfunktion gewährleisten. Dabei ist nicht nur die
Funktion der Hirnnervenzellen gemeint, sondern auch der Gliazellen (deren
Funktionsstörungen sollen auch den M. Alzheimer und möglicherweise auch den M.
Parkinson auslösen), die etwa 10 bis 20% des Gehirnvolumens ausmachen, und,
vereinfacht ausgedrückt, für die Ernährung und damit für die grundsätzliche
Funktionalität der Gehinnervenzellen verantwortlich sind. Die Funktion von
Gehirnnerven- und Gliazellen hängt maßgeblich vom vegetativen Informationsfluss
aus den soeben genannten Segmenten ab. Kommt es zu einer Schädigung an den
genannten Wirbeln, Segmenten und Meridianen, reduziert sich der vegetative
Informationsfluss zum Gehirn, die Gliazellen reagieren mit einer
Funktionsstörung und es kann zu Entzündungen im Gehirn kommen, die man nach der
Vernarbung als weiße MS-Herde im Kernspin ausmachen kann. Dabei kann die Ursache
der Entzündung eine virale, möglicherweise auch bakterielle oder ganz einfach
eine reflektorisch-aseptische sein. Eine akute Entzündung ist bisher nur mittels
Liquorpunktion zu diagnostizieren.
Wie lassen sich nun die fast regelmäßig bei einer MS auftretenden
Gangbeschwerden erklären? Was haben sie mit den Entzündungen und Vernarbungen im
Gehirn zu tun? Auf einen kurzen Nenner gebracht, handelt es sich bei den
motorischen Störungen von sogenannten MS-Patienten um einfache Ischalgien,
ausgelöst durch Hüft- und Kreuzbeinsubluxationen. Die Hintergründe dafür habe
ich auch schon im Beitrag CO´MED 12/2002 erläutert. Somit kann man sagen:
Die organisch-peripheren Symptome eines MS-Kranken und seine Narbenbildung im
Gehirn haben eine gemeinsame Ursache, in Form von Hüft- und Kreuzbein-subluxationen mit den entsprechenden Wirbelsäulenschäden, aber die narbigen Befunde im Gehirn sind nicht Ursache der peripheren Symptome, sie lassen sich
in der Regel mittels der SMT® heilen.
Nun stellt sich die Frage, welchen Einfluss psychische Störungen auf das
Entstehen von Schmerzen und anderen Erkrankungen hat? Wenn sogar Schulmedizin,
Psychiatrie, Psychologie, aber auch die Esoteriker behaupten, dass psychische
Störungen krank machen können, so muss doch etwas Wahres daran sein. Wenn die
Schulmedizin aber behauptet, dass Schmerzen und andere Erkrankungen auf rein
psychischer Basis, ohne zwischengeschaltetes organisches Korrelat, entstünden
- sie nennt diesen Vorgang Konversion - so muss ich feststellen, dass diese
Lehrmeinung falsch ist. Man findet das organische Korrelat immer in den nun hier schon so oft erwähnten Schäden an Gelenken und der Wirbelsäule. Damit möchte ich nicht behaupten, dass ein negatives psychisches Ereignis keine Schmerzen oder andere Erkrankungen auslösen könne. Dieses zu tun, widerspräche allen menschlichen Erfahrungen. Wie kann man sich aber, wenn es die schulmedizinische Art und Weise einer Konversion nicht gibt, den Einfluss der Psyche erklären? Negative psychische Einflüsse erhöhen die Spannung in der Körper-, also auch
Rückenmuskulatur, wodurch Gelenk- und Wirbelsäulen entstehen oder schon
bestehende verschlimmert werden. Somit hat die Psyche für die Probleme eine
Starterfunktion. Man kann das mit einem An- und Ausschalter eines Radios
vergleichen. Der Schalter (in unserem Vergleich die Psyche) kann nur eine
Reaktion hervorrufen, wenn das Radio an das Stromnetz angeschlossen ist, wobei
im Vergleich der Stromanschluss Gelenk- und Wirbelsäulenschäden repräsentiert.
Ohne die entsprechenden organischen Gelenk- und Wirbelsäulenschäden kommt es
auch nicht zu Schmerzsyndromen und anderen Erkrankungen. Es gelten also folgende
Staments:
Psychische Störungen können Gelenk und Wirbelsäulenschäden auslösen, die wiederum Schmerzen und andere Erkrankungen nach sich ziehen.
Auf der anderen Seite können Gelenk- und Wirbelsäulenschäden psychische Störungen erzeugen.
Das ganze mündet oft in einen Teufelskreis, den zu durchbrechen therapeutisches Geschick, eine konsequente Mitarbeit des Patienten und viel Geduld gehört.
Dieser Artikel soll Sie auf das Therapie- und Heilungspotential der SMT®
neugierig machen und Sie motivieren, sich mit der Sanften Manuellen Therapie zu
beschäftigen, sich von deren Qualität zu überzeugen und sie zum Wohle Ihrer
Patienten zu erlernen.